Schweiz

Tschüss, Mercedes! Grüezi, China! Schweiz setzt ab 2027 auf Elektrobusse von Yutong

Zürich wendet sich China zu: Schweizer setzen künftig auf Elektrobusse des chinesischen Herstellers Yutong. Probleme mit der Belüftung, den Türen und der Heizung deutscher Busse haben den Weg für die neuen Fahrzeuge geebnet. Ab Mitte 2027 rollen die ersten Busse, mit einem Auftragsvolumen von bis zu 107 Millionen Franken.
Tschüss, Mercedes! Grüezi, China! Schweiz setzt ab 2027 auf Elektrobusse von YutongQuelle: Gettyimages.ru © CFOTO/Future Publishing

Die deutsche Autoindustrie erlebt einen neuen Rückschlag: Sogar die Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ setzen künftig auf Elektrobusse aus China.

Frei nach dem bekannten VBZ-Slogan "Umsteigen lohnt sich" wechselt Zürich den Anbieter.

Ab Mitte 2027 sollen Standardbusse des chinesischen Herstellers Yutong durch die Stadt rollen.

Auslöser für den Wechsel sind Probleme mit der bisherigen Elektrobus-Flotte. Die in den Jahren 2022 und 2023 gelieferten Fahrzeuge der MAN wiesen wiederholt Mängel hinsichtlich der Lüftung, der Türen sowie der Heizung auf. Mit den neuen Modellen wolle man die Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit der Flotte verbessern, teilte das Unternehmen mit.

Der chinesische Hersteller Yutong mit Sitz in Zhengzhou zählt zu den weltweit größten Busproduzenten und ist besonders auf Elektrobusse spezialisiert. Das Unternehmen exportiert seine Fahrzeuge inzwischen in zahlreiche Länder und tritt zunehmend als Konkurrent europäischer Hersteller auf. Der Auftrag der VBZ könnte ein Volumen von bis zu 107 Millionen Franken erreichen: ein weiteres Zeichen für den wachsenden Einfluss chinesischer Anbieter in der Elektromobilität.

Für die deutsche Busindustrie ist der Zürcher Entscheid dennoch ein klares Signal. Selbst in der Schweiz, wo traditionell europäische Hersteller bevorzugt wurden, greifen Verkehrsbetriebe mittlerweile auf chinesische Alternativen zurück. Das betrifft ausgerechnet einen sensiblen Bereich wie den öffentlichen Nahverkehr.

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